Danis Hamburg Triathlon Teil 3: Es gibt nur ein Gas … Vollgas!

Es ist schon eine Weile her, aber es geht nun endlich weiter mit den Wettkampfberichten. Nach dem Schwimmenbericht in Teil 2 folgt heute die Radstrecke des Hamburg Triathlons:

Den Neo bis zur Hüfte runtergezogen, Badekappe und Schwimmbrille in der Hand, so ging es über den nassen, blauen Teppich ab zur Wechselzone und irgendwie wollte dieser Weg kein Ende nehmen. Ich ärgerte mich noch über die Schwimmzeit und wusste, dass ich ein wenig auf dem Rad wieder gutmachen wollte. Also schnell den Neo ausgezogen, und in die Kiste gepfeffert, Helm und Brille auf und das Rad in der Hand. Da die Schuhe schon auf den Pedalen waren, geht es dann auch schon los Richtung Ausgang zur Radstrecke. Es war nicht so viel Verkehr in der Wechselzone und ich kam gut durch, stieg aufs Rad und zog mir die Schuhe nach ein paar Umdrehungen während der Fahrt an.

Zusammenfassung der Radstrecke

Zusammenfassung der Radstrecke

Beim Hamburg Triathlon ist kein Windschattenfahren erlaubt, daher muss man genug Abstand halten und den Überholvorgang zügig abschließen. Ich schaute auf mein Tacho und sah, dass ich die Vorgabe einhielt bzw. etwas übertreffen konnte: 35 kmh, 36, 37, 38. Ok, es ist eine gerade Strecke und die Beine sind ja noch frisch. Wie sagt der Coach so gerne: „Es gibt nur ein Gas … Vollgas!“ Doch da schaltete sich der Kopf ein und zog die Handbremse etwas an, damit ich mir nicht auf der ersten von 2 Runden die Beine zerschoss. Die Reeperbahn nahm ich auf der ersten Runde gar nicht richtig wahr, da ich so mit mir, der Pace und den Überholvorgängen beschäftigt war. Ich überholte einige Frauen und Männer und werde eigentlich nur von Männern überholt. Der Wettkampfmodus ist eingeschaltet, doch hat man durch die vielen Startwellen keinen wirklichen Überblick wo man steht. Ich ärgere mich zwischendurch über unfaires Verhalten von nicht gerade wenigen, die Windschatten fahren und das über eine lange Strecke. Ändern kann man da eh nichts dran, daher verdrängte ich den Ärger und erreichte schon bald den Wendepunkt für die erste Runde.

Auf dem Rückweg prüfte ich die Durchschnittsgeschwindigkeit und bin mit 36kmh ganz zufrieden. Direkt nach dem Wendepunkt kam ein kleiner Anstieg und dann ging es über den Damm zurück zur Reeperbahn. Am Straßenrand standen immer mal wieder Zuschauer die klatschten oder sich den Trubel anschauten. Die Sonne kam durch die Wolken und ich genoss zum ersten Mal die Stimmung und freute mich auf das Ende der ersten Runde. Es wurden immer mehr Zuschauer und genau am Wendepunkt hörte ich in dem ganzen Gegröle meine Mama, die mich zurückhaltend mit „super Dani“ anfeuert und dann kam die Ansage vom Coach „Alles top, Du liegst gut in der Zeit, weiter so!“ Also auf in die 2. Runde und ich nahm mir vor hier etwas mehr Gas auf den Geraden zu geben. Ich leistete mir kleinere Duell mit 2-3 anderen Triathleten, die ungefähr die gleiche Geschwindigkeit fuhren und freute mich über die Streckenabschnitte, vor allem die Reeperbahn und das Ende der Strecke mit den Zuschauern. Ich merkte jedoch, dass die 2. Runde nicht ganz so gut lief wie die 1. und die Kraft ein wenig nachließ. Sarah war inzwischen auch schon auf dem Weg, ich hörte eine der anderen Startwellen starten und ich überlegte noch kurz, ob ich Sarah vielleicht noch auf dem Rad irgendwie erblicken würde, was leider nicht passierte.

Pulsbereich Radstrecke

Pulsbereich Radstrecke

Geschwindigkeit Radstrecke

Geschwindigkeit Radstrecke

Höhenmeter der Radstrecke

Höhenmeter Radstrecke

Aber dann war der Radteil auch schon geschafft und ich schob mein Rad durch die Wechselzone. Ich hatte mir gemerkt, wo in dieser langen Reihe mein Platz war, jedoch herrschte hier diesmal nicht nur viel Verkehr sondern auch ordentlich Chaos. Die Boxen, die man hier verwenden musste, waren verschoben und es sah aus wie ein Schlachtfeld. „Hilft ja alles nichts“ dachte ich mir und ich entschied mich erstmal mein Rad dahin zu hängen, wo es meiner Meinung nach hingehörte. Denn meine Laufschuhe mit Rad in der Hand zu suchen war keine Option. Ich irrte noch ca. 30 Sekunden hin und her, bis ich endlich meine Box finden konnte. Irgendwer hatte sie nach hinten geschoben und mein Zeug war teilweise verstreut. Das läuft ja prima…. Socken an, denn ich wollte dieses mal nicht riskieren, dass ich mir wieder Blasen und Fleischwunden durch die Schuhe zuzog. 5km gehen, 10km eigentlich auch, aber heute war nicht der Tag für Experimente. Schuhe an und bloß weg hier!

Und dann ging es auf den Weg zum Ausgang Richtung Laufstrecke. Wie es mir bei dem letzten Teil ergangen ist, das erfahrt ihr im nächsten Beitrag.

2 Gedanken zu “Danis Hamburg Triathlon Teil 3: Es gibt nur ein Gas … Vollgas!

  1. Pingback: Danis Hamburg Triathlon Teil 2: 3, 2, 1, Tröööööööt | Triathlon by Accident

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