Danis Hamburg Triathlon Teil 2: 3, 2, 1, Tröööööööt

Der Samstag und vor allem der selbige Abend verging wie im Flug, denn Finn, mein Rennrad, wollte noch aufgepumpt und die 1000 Dinge, die man im Wechselbeutel und für danach braucht, zurechtgelegt werden. Die Aufregung tat ihr übriges und die Nacht war dementsprechend kurz. Um 5:30 ging der Wecker, was für mich Nachteule wirklich mitten in der Nacht und keinerlei Begeisterung meinerseits dafür vorhanden ist. Und der Blick aus dem Fenster zeigte nicht Gutes: Es regnete!

Relativ wortlos wurden die Toastbrote mit Nutella (mein persönliches Highlight am Raceday) zubereitet und zusammen mit einem Kaffee verdrückt, danach noch ein wenig Apfelmus mit Zimt gemümmelt, um dann alle Sachen zu packen und sich auf den Weg zum Jungfernstieg zu begeben. Zum Glück hörte der Regen da schon auf.

Es ist doch immer wieder schön, wenn man so früh morgens an einem Sonntag unterwegs ist und man Leute trifft, die gerade aus einem Club kommen und ordentlich gebechert haben. Und zwar garantiert nicht Alsterwasser! 😉

Moin Hamburg, es kann losgehen!

Moin Hamburg, es kann losgehen!

Zu meiner Überraschung hatte sich mein Coach angekündigt, da er 2 weitere Leute aus seinem Verein kannte, die an dem Tag an den Start gingen und die er auch anfeuern wollte. Das war toll, denn so wusste ich, dass ich spätestens beim Laufen angebrüllt werde. In meinem Kopf lief der Film schon ab…

Das Rad schnell eingecheckt, die Wechselzone eingerichtet, sich noch 2 mal überlegt, ob das Babypuder in den Schuhen reicht oder man doch lieber mit Socken läuft um nicht wieder Blasen und Wunden zu bekommen wie beim Berlin Triathlon ab km 4. Na, egal, das wird spontan entschieden. Neo in der Hand und los Richtung Schwimmstart.
Es folgte das Race Briefing vom Coach und die Ansage (mit meinen Gedanken in Klammern dahinter) war: 30 Minuten fürs Schwimmen (ok ok, das kann ich aber schneller), 35er Schnitt  auf dem Rad (bitte was?) und mit ner 5:10er Pace anfangen zu laufen, je Kilometer steigern und am Ende ne 4:30 (joa, is klar, das wird suuuuper… *räusper*).
Ach, da hätte ich ja fast vergessen Euch zu verraten welcher Tri Suit es nun wurde: der neue von 2XU, sorry Coach! 😀 😀 😀
Dann noch mal kurz zum Multipowerstand um noch ein paar Sätze mit Sarah zu wechseln, da sie erst eine Stunde später an den Start musste. Zum Schluss eine letzte Umarmung mit dem üblichen Satz „see you behind the finish line“ und dann ging es ab in den Neo, ein paar Minuten an Land mit Arme schwingen und hüpfen aufwärmen, bis es Zeit war ins Wasser zu gehen. Brrrrrr, war das trotz Neo kalt.

Schwimmstart

Der Schwimmstart – Dani ist ca. die 7. von rechts

Im Gegensatz zu Sarah erinnere ich mich gar nicht mehr an das Lied, das vor dem Count Down gespielt wurde. Mir ging nur „ist das kalt“ und „30 Minuten durch diese braune Plörre und zum Abschluss der Jungfernstieg…“ durch den Kopf. Und dann kam auch schon der Countdown … 3, 2, 1, tröööööööt. Die erstem 100-200m versuche ich immer etwas schneller zu schwimmen um nicht im Pulk zu enden und im Anschluss daran meinen Rhythmus zu finden. Vielleicht findet sich ja auch ein toller Schwimmer in der Nähe für Wasserschatten ging mir durch den Kopf. Das wäre ja mal was. Aber es sollte nicht sein und ich bin fast bis zum Jungfernstieg mehr oder weniger alleine geschwommen, wurde am Anfang von ein paar schnelleren überholt oder überholte andere meiner Gruppe. So richtig in meinen Rhythmus habe ich nicht gefunden. Normalerweise ist das bei einer 3er Atmung der Fall. Ich wechselte jedoch zwischen 2er und 3er, hatte zwischendurch das Gefühl nicht genug Druck zu machen und dann wiederum zu viel. Solche Tage gibt es einfach und ich versuchte mich nicht verrückt zu machen. Und zwischendurch kam die Sonne durch die Wolken und ließ die Alster nicht ganz so dunkel erscheinen. Nach der Hälfte der Schwimmstrecke kam die Wendeboje und zu dem Zeitpunkt überholte ich wissentlich zum ersten mal eine grüne Badekappe vom Startblock vor uns. So ging es dann munter weiter bis ich kurz vor dem Jungfernstieg parallel zu einer anderen Schwimmerin meines Gruppe schwamm. So schön gemeinsam ging es durch den dunklen Tunnel. Der Geruch war nicht berauschend, aber wer Schleusen kennt, der weiß wovon ich spreche. Mein Ziel war es vor der anderen Schwimmerin aus dem Wasser herauszukommen und nochmal kurz vor Ende etwas anzuziehen. Solche Kopfspielchen helfen mir immer etwas mehr aus mir herauszuholen … zumindest beim Schwimmen. 😉

Raus aus dem Wasser und ab zur Wechselzone

Raus aus dem Wasser und ab zur Wechselzone

Und dann war das Schwimmen auch schon vorbei und es ging auf den langen Weg bis zur Wechselzone. Meine Mama rief mir freudig zu, dass ich anscheinend die 3. Frau aus meiner Startgruppe war und Sebastian (aka „The Coach“) bestätigte, was ich auf meiner Uhr sah, eine 30er Zeit beim Schwimmen. Hmpf, das Gefühl, dass es nicht ganz so lief bestätigte sich als. Aber davon ließ ich mich nicht beeindrucken, sondern nahm mir vor auf dem Rad nun richtig Gas zu geben.

Ob es beim Radfahren besser lief, wie es ist über die Reeperbahn zu brettern und ob der Coach beim Laufen noch etwas mehr aus mir herausholen konnte, das erfahrt ihr im nächsten Teil.

2 Gedanken zu “Danis Hamburg Triathlon Teil 2: 3, 2, 1, Tröööööööt

  1. Pingback: Danis Hamburg Triathlon Teil 3: Es gibt nur ein Gas … Vollgas! | Triathlon by Accident

  2. Pingback: Danis Hamburg Triathlon Teil 1: Ist es schon soweit? | Triathlon by Accident

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