*Sarah* Interquale

“12:05 Uhr am Front Desk?”, fragt Paul mich im Chat. Es ist 11:55 Uhr, ich bin gerade eben aus einem Meeting gekommen und habe noch ein paar Sachen zu regeln, bevor ich loslaufen kann. “Das schaffe ich nicht”, antworte ich während mir der Magen knurrt. Wir verhandeln eine neue Startzeit. Um 12.15 Uhr soll es losgehen.

Paul ist mein Kollege und ab und an gehen wir zusammen in Volkspark um die Ecke laufen. Auf meinem Trainingsplan stehen heute 6 x 60 Sekunden Intervalle, die in einer Geschwindigkeit von 5.00-5:30 min pro Kilometer gelaufen werden sollen. Ich möchte sie gerne bei 4:45 min/km laufen und Paul handelt mich runter auf 4:30 min/km.
Vor Intervallläufen habe ich immer Respekt. Vorher bin ich manchmal sogar etwas aufgeregt, hinterher meist saumäßig stolz. Aber während ich die Intervalle laufe, frage ich mich doch oft, warum ich das eigentlich mache. Der Klassiker unter den Sportfragen an mich selbst. Weiterlesen

Sarahs Berlin Triathlon 2016 – alles außer Fleischbällchen!

Jaaaaa, der Berlin Triathlon, da werden Erinnerungen wach. Dani und ich hatten hier letztes Jahr den ersten „richtigen“ Triathlon gemacht, so mit Freiwasser und Medaille. Während es letztes Jahr noch über die Sprintdistanz an den Start ging, wollten wir dieses Jahr die Olympische Distanz bezwingen: Also zwei Mal um die Insel der Jugend schwimmen (1500m), statt 4 Runden auf dem Rad 9 Runden durch den Treptower Park heizen und zum krönenden Abschluss noch zwei Mal 5 Kilometer laufen.

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Sarahs Hamburg Triathlon Teil 4: Run and Done!

Nach 40 Kilometern durch Hamburg das Rad wieder in den dafür vorgesehenen Ständer friemeln, erst dann den Helm öffnen, ab aufs Rad damit. Die nackten Füße und die gebabypuderten Laufschuhe stecken… und huch! Schon fertig?

Etwas verwirrt stehe ich für den Bruchteil einer Sekunde in der Wechselzone und wundere mich, dass ich schon lauffertig bin. Das Ausziehen der Schuhe auf dem Rad hat sich wirklich doppelt und dreifach gelohnt. Ich schnappe mir noch schnell zwei Liquid Gels mit dem Gedanken „Die brauchst du eh nicht“ (haha, doch!), rufe Manu ein flottes Dankeschön zu – sie steht wieder an der Wechselzone und feuert mich unglaublich toll an – und ab geht’s auf die Laufstrecke. Nebenbei drehe ich noch die Startnummer nach vorne.

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Der erste Wettkampf des Jahres… für manche von uns

Jaaaaa, da habt ihr richtig gelesen: Es ist bereits April und bei mir steht erst jetzt der erste Wettkampf an. Während Dani ihre Beine dieses Jahr schon bei einer Winterlaufserie über 10 km getestet hat, ist der letzte ernsthafte Laufwettkampf bei mir schon länger her. Den letzten Versuch, eine persönliche Bestzeit zu laufen, habe ich nämlich beim ASICS Grand 10 2014 unternommen – und mit 54:36 min habe ich das damals auch geschafft.

2015 stand dann neben den 10 km in der Olympischen Distanz (ich sage nur ZUCKERSANDHÖLLE) nur der Nike We Run Berlin Lauf auf meiner 10km Liste. Der Lauf zeichnete sich zwar durch eine sehr schnelle Strecke aus, allerdings bin ich gemeinsam mit meiner Cousine gelaufen, die sich noch von einer Angina erholen musste. Da trudelten wir also nach entspannten 58 Minuten im Ziel ein.
Was heißt das nun für den anstehenden Airport Night Run?
Für mich heißt es nach 3 Monaten intensiven Trainings trotzdem erstmal Unsicherheit. Das letzte Mal bei einem Wettkampf an die Grenze gehen, zumindest bei einem Laufwettkampf, fühlt sich sehr lang her an. Als hätten mich damals noch ganz andere Beine und ein ganz anderer Kopf über die Distanz getragen. Auf der anderen Seite bin ich auch total zuversichtlich: So viel und so intensiv wie in den letzten Wochen habe ich noch nie trainiert.
Meine Sportuhr ist auf jeden Fall deutlich zuversichtlicher als ich – sie prognostiziert unfassbare 49:07 Minuten die Distanz. Ich halte das ja für eher *hust* unrealistisch. Aber eine neue persönliche Bestzeit soll es schon werden.

Ja richtig, Garmin, so sieht's aus. Haha.

Ja richtig, Garmin, so sieht’s aus. Haha.

Es bleibt also abzuwarten, wie es morgen läuft. Was Beine, Ausdauer und Kopf so sagen. Drückt uns die Daumen!