*Sarah* Der April, der April macht, was er will

Nachdem der März bei mir ja nahezu trainingsfrei war, ging es im April wieder richtig los.

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Im April habe ich insgesamt gut 26:45 h trainiert.

Radfahren
Am 1. April habe ich mich vorbildlichst direkt aufs Rad geschwungen und mich zur allerersten Ausfahrt dieses Jahres in Freie gewagt. Letztes Jahr war die erste Radfahrt ein doofes Erlebnis: Trotz diverser Stunden auf der Rolle hatte ich auf der Straße keine Kraft und konnte auf meinem geliebten Rennrad kaum 20 km/h halten.
Ganz im Gegensatz dazu ging es dieser Jahr locker flockig – mit 25 km/h im Schnitt bin ich ganz entspannt durch den Grunewald gebraust und habe die ersten Sonnenstrahlen genossen. Bei dieser einen Ausfahrt sollte es dann aber auch bleiben. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das Radfahren zugunsten von Schwimmen, Laufen und Stabi komplett vernachlässigt habe. Insgesamt sind im April deshalb nur gut zweienhalb Stunden im Sattel zusammengekommen.
Zu wechselhaft war das Wetter, zu gerne habe ich die freien Feiertage mit Freunden und Familie verbracht. Das muss auch mal sein! Allerdings bin ich mir sicher, dass ich im Radtrainingslager im Mai ordentlich fluchen werde, wenn ich die Berge in der sächsischen Schweiz nicht hochkomme, hihi.

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*Sarah* Interquale

“12:05 Uhr am Front Desk?”, fragt Paul mich im Chat. Es ist 11:55 Uhr, ich bin gerade eben aus einem Meeting gekommen und habe noch ein paar Sachen zu regeln, bevor ich loslaufen kann. “Das schaffe ich nicht”, antworte ich während mir der Magen knurrt. Wir verhandeln eine neue Startzeit. Um 12.15 Uhr soll es losgehen.

Paul ist mein Kollege und ab und an gehen wir zusammen in Volkspark um die Ecke laufen. Auf meinem Trainingsplan stehen heute 6 x 60 Sekunden Intervalle, die in einer Geschwindigkeit von 5.00-5:30 min pro Kilometer gelaufen werden sollen. Ich möchte sie gerne bei 4:45 min/km laufen und Paul handelt mich runter auf 4:30 min/km.
Vor Intervallläufen habe ich immer Respekt. Vorher bin ich manchmal sogar etwas aufgeregt, hinterher meist saumäßig stolz. Aber während ich die Intervalle laufe, frage ich mich doch oft, warum ich das eigentlich mache. Der Klassiker unter den Sportfragen an mich selbst. Weiterlesen

Sarahs Berlin Triathlon 2016 – alles außer Fleischbällchen!

Jaaaaa, der Berlin Triathlon, da werden Erinnerungen wach. Dani und ich hatten hier letztes Jahr den ersten „richtigen“ Triathlon gemacht, so mit Freiwasser und Medaille. Während es letztes Jahr noch über die Sprintdistanz an den Start ging, wollten wir dieses Jahr die Olympische Distanz bezwingen: Also zwei Mal um die Insel der Jugend schwimmen (1500m), statt 4 Runden auf dem Rad 9 Runden durch den Treptower Park heizen und zum krönenden Abschluss noch zwei Mal 5 Kilometer laufen.

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Airport Night Run 2016

Sarah: Die ersten flotten 10k des Jahres

Am Samstag war es so weit – für mich stand der erste Wettkampf des Jahres auf dem Programm. 10km sollten auf der Start- und Landebahn des BER Flughafens zurück gelegt werden.

Nach dem umfangreichen Training in den letzten Monaten sollte es natürlich eine persönliche Bestzeit werden und am liebsten natürlich deutlich schneller als die Alte (gute 54 Minuten, 2014). Ich nahm mir also 52 Minuten vor.

Airport Night Run 2016

Airport Night Run 2016

Ich muss zugeben: Irgendwie war ich wirklich nervös.
Ich hatte einen Trainingslauf über 6km im Renntempo (5:12min/km) absolviert und bin im Testlauf nicht nur zu schnell angelaufen, sondern auch fast gestorben. Auf den 6km hatte ich jedenfalls 2 Mal Seitenstechen und war am Ende wirklich total fertig.
Ich war also auf einen unfassbar anstrengenden, ja sogar schmerzhaften Wettkampf vorbereitet. „Das wird von Anfang bis Ende der blanke Horror“, dachte ich mir.

Pre-Race Selfie Airport Night Run 2016

Pre-Race Selfie Airport Night Run 2016

Entsprechend nervös war ich also, als ich mich zusammen mit Dani in die wartenden Starter einreihte. Pünktlich um 19:30 Uhr ging es für die 10km-Läufer los. Ich ließ mir erstmal Zeit, wollte den ersten Kilometer um Himmels Willen nicht schon wieder zu schnell laufen – so zwischen 5.30 und 5.40 min/km. Das klappte auch erstaunlich gut. Ab Kilometer 2 wollte ich dann Wettkampfgeschwindigkeit laufen und idealerweise auf den letzten beiden Kilometern nochmal Gas geben. Insgesamt hat alles ganz gut geklappt. Kilometer 3 und 9 waren mit 5:20 min und 5.17 min leider etwas zu langsam, dafür konnte ich den letzten Kilometer mit 4.34 min super schnell zurücklegen. Und das erstaunliche an der ganzen Sache: Der Lauf war – bis auf die letzten zwei Kilometer – wirklich recht angenehm! Wer hätte das gedacht? Ich kann einen Pace von 5.12 min/km ganz gut laufen! Ich bin immer noch total hin und weg von dieser Erkenntnis!

Die letzten 2 Kilometer waren, wie schon angedeutet, dafür die Hölle. Auf den letzten Metern vorm Ziel wäre ich wirklich am liebsten stehen geblieben. Meine Lunge, meine Beine, alles schmerzte. Ich atmete so geräuschvoll, dass sich andere Läufer vor mir nach mir umdrehten. Ungelogen!
Ich habe mich also gerade so ins Ziel geschleppt – und bin eine neue persönliche Bestzeit von 52:10 Minuten gelaufen. Jetzt bin ich natürlich stolz wie Bolle und greife mental natürlich schon die 50 Minuten Marke an (haha).

Dani: Mit Schnappatmung und im Tiefflug über die Startbahn

Auch für mich sollte am Samstag eine neue Bestzeit nach 3,5 Monaten Training rausspringen. Der erste Test im Januar ergab eine 50:34 und ich persönlich hatte mir eine Zeit unter 50 vorgenommen, zumal die Analyse zum Januarlauf kurz zusammengefasst wie folgt ausschaute: Es wird bei 10km nicht am Verpflegungsstand getrunken und ein Krampf wie im Januar wird nach dem ganzen Training sicherlich auch nicht auftreten. Das sollte umsetzbar sein. Doch kurz vor dem Rennen kam die Ansage vom Coach: Unter 49 geht, also hau rein! Das war ’ne Ansage, ich traute mir das eigentlich nicht zu, errechnete mir jedoch schnell die benötigte Pace dafür. Irgendwas zwischen 4:50 und 4:55 musste her oder halt am Ende einen ordentlichen Endspurt hinlegen. Oh je, im Januar war es ein einziger Kampf. Das wird weh tun. Also ging es mir ähnlich wie Sarah, doch ich war angestachelt und wollte mir beweisen, dass es geht.

Der Plan war mit der 50 Minuten Pacemakerin zu starten und dann schauen was geht, damit ich nicht zu schnell anfange und nachher auf den letzten Kilometern verrecke. Das fällt mir ganz schön schwer wenn erst einmal die Startnummer angepinnt ist. Sarah und ich ordneten uns also gemeinsam seitlich neben der Pacemakerin ein, so dass wir zumindest bis zum Start zusammen waren. Das ist zumindest bei Läufen zusammen mit dem Pre-Race-Selfie unser Ritual. Ein letzter Drücker, „lass es rocken“, „keep on pushing“ und vor allem „see you behind the finish line“ und dann ging es auch schon los.

pink shoes makes you faster!

pink shoes make you faster!

Es ging vom Start schon ganz gut weg, jedoch kam die Pacemakerin mit ihrem Fähnchen am Rücken doch nicht so gut durch wie gehofft und nach 500m schaute ich mal kurz auf meine Uhr und da stand 5:30 als Pace. Oh je, so wird das mit den <49 nichts und ich entschied mich, dass ich den Pace auch alleine einordnen und halten kann. Also lief ich los und fand schnell meinen eigenen Rhythmus bei einer Pace von 4:40. Ja, richtig gelesen, viel zu schnell!!!! Die Selbstgespräche reichten von „Du bist bekloppt und mach mal langsamer“ bis hin zu „haha, chacka, das wird sowas von gerockt“. Bis Kilometer 4 lief es bombig und die Laune war gut. Was will man auch mehr: Auf der Startbahn Richtung Sonnenuntergang, genug Platz zum Laufen und mit konstanter Pace. Dann kam die Wende und es ging wieder zurück zum Start-/Zielbereich. Diese Gerade schon alleine zu sehen … puuuuh…. und dann kam die Verpflegungsstelle. Ganz ehrlich, warum pustet man Läufer mit einer Nebelmaschine an und dazu noch an einer Stelle, wo auf dem Boden die Kontrollmatte liegt und eine künstliche Verengung geschaffen wird, um dann auch noch direkt dahinter den Verpflegungsstand aufzubauen?! Das könnte man besser organisieren. Ok, also weiter und ab Kilometer 7 ging der befürchtete harte Kampf los: schwere Beine, Schnappatmung, kein Bock mehr und die inner Stimme die Pace zu halten. Die letzten 1,5 Kilometer waren endlos und der erste Blick im Ziel ging auf die gestoppte Zeit: 47:19 ….. YEEEEEEEAAAAAAH … I can’t believe it!!!

Post-Race Selfie Airport Night Run 2016

Post-Race Selfie Airport Night Run 2016

Ich wartete auf Sarah und dann freuten wir uns über das erfolgreiche Erreichen der Ziellinie. Die Zeiten wurden sofort ausgetauscht, freudig wie Teenies gekreischt und gefeiert. Und bei einem wohlverdienten Durstlöscher darf auch das obligatorische Selfie danach nicht fehlen. Die Saison 2016 ist damit offiziell gestartet!

Nächste Woche geht es dann erstmal ins Trainingslager nach Lanzarote. Wir werden berichten. Bis dahin: Keep on pushing! 🙂

Unser erster Triathlon, der Kondiusman 2015

Wir haben es geschafft und sind ab sofort Triathletinnen!!! 🙂 Wie war der Tag? Wie haben wir den Wettkampf überstanden? Und welche Eindrücke haben wir gesammelt? All das  haben wir für Euch  zusammengefasst:

Sarah

Daniii hat bei ihrer Wettkampfrecherche den besten Einsteigertriathlon überhaupt gefunden: Den Kondiusman! Die Veranstaltung zog uns aus verschiedenen Gründen an: Erst einmal sind die Distanzen sehr kurz. 300 m schwimmen, 10 km Rad fahren und 2 km laufen, das traute selbst ich mir schon zu. Als dicken fetten Pluspunkt für mich kam außerdem dazu, dass die erste und für mich schwerste Disziplin im Schwimmbecken stattfinden sollte und ich mich weder mit dem Freiwasser, noch mit Neoprenanzügen auseinandersetzen musste. Was für eine Erleichterung! Dazu kam auch noch, dass unser Start relativ spät angesetzt war und das ganze Spektakel in Rudow, also Berlin, seine Heimat fand, sodass wir bequem an- und abreisen konnten. Und zu guter Letzt fand der Kondiusman auch noch zu Beginn der Saison statt. Was will man mehr?

In der Woche vor dem Kondiusman stellten Daniii und ich also ganz vorbildlich eine Liste zusammen mit all den Sachen, die wir für unseren großen Triathlonstart brauchen würden. Es ist wirklich unglaublich, wie viel Zeug dabei zusammenkommt!

Die Nacht vor dem großen Tag kam schneller als gedacht und war vor lauter Aufregung auch schnell vorbei. Nervös und mit Schmetterlingen im Bauch machte ich mich – mit Rennrad und voll gepacktem Rucksack – auf den Weg nach Rudow, um Dani zu treffen. Für den 3. Mai war das Wetter erstaunlich mild und sonnig und Daniii und ich fanden schnell den Weg zum Veranstaltungsgelände. Die Startnummer waren flott abgeholt und schwuppsdiwupps ging es auch schon in die Wechselzone. Am Kampfrichter vorbei. Der Kinngurt am Helm muss enger sein, alles klar. Mach ich. In der Wechselzone haben Daniii und ich uns dann ganz professionell an den anderen Athleten orientiert („Athleten“, es fühlt sich immer noch komisch an, sich mental irgendwie zu dieser Gruppe Mensch zuzuordnen!). Das Hinterrad in das dafür vorgesehene Holzgestell bugsiert, den Helm offen drauf, sodass man ihn direkt aufsetzen kann. Die Radbrille nicht vergessen (Kontaktlinsenaustrocknungsgefahr!!). Die Startnummer am Gürtel befestigen, die Laufschuhe positioniert… und vor allem nicht vergessen, die Schwimmbrille und -kappe aus der Wechselzone mitzunehmen. Nach etwa drei bis acht prüfenden Blicken (Haben wir auch wirklich nichts vergessen?) ging es für uns dann erstmal in FlipsFlops die Umkleidekabinen des Hallenbads zum Verstauen der restlichen Sachen. Erstaunlicherweise – und das passiert mit wirklich selten – waren wir früh dran. Alles war vorbereitet und wir hatten trotzdem noch eine Dreiviertelstunde bis zu unserem Start.

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Das erste Mal… Wechselzone!

Also schlichen wir uns in die Schwimmhalle, um den Start und den Wettkampf der Powersprint Damen zu beobachten. Was für ein Fehler! Beim Startschuss ging ein unerbittlicher Kampf los! Acht Damen schwammen auf der ersten Bahn Schulter an Schulter, die erste Rollwende war chaotisch, ging aber mehr oder weniger gut – die zweite Rollwende hingegen endete damit, dass die schnelleren Schwimmerinnen den langsameren ins Gesicht sprangen, ohne Rücksicht auf Verluste. Nach wenigen Minuten war das Spektakel vorbei und Daniii und ich saßen kreidebleich und kleinlaut am Beckenrand. Daniii als starke Schwimmerin war sich ihrer Sache noch relativ sicher, aber ich wollte einfach nur wieder nach Hause!
Glücklicherweise gab es die unglaublich netten freiwilligen Helfer, die uns Mut zusprachen und Tipps gaben, ich bin ihnen bis heute unglaublich dankbar!

Als dann die ersten Jedermann Athleten eintrafen und die Wettkampfbesprechung stattfand, legte sich meine Aufregung etwas. Alles nette, rücksichtsvolle Menschen. Ein Glück. Ich schwamm auf der letzten Bahn und wir Schwimmer von Bahn 6 einigten uns schnell darauf, die Schnellen durchzulassen und generell aufeinander Acht zu geben. Mir fiel ein Stein vom Herzen!

Dann der Startschuss. Ich hatte mir so fest vorgenommen, so viel wie möglich zu kraulen. Wirklich. Ich war aber so aufgeregt, dass ich bei den ersten Zügen über Wasser ausatmete und unter Wasser ein, mein Herz klopfte wie verrückt und ich wusste überhaupt nicht, wie mir geschah! Dann also Brust schwimmen. Ja, richtig. Ganz ruhig. Gedanken sammeln. Atmen. Gleitphase.

Als ich meine ersten Bahnen hinter mir hatte, waren die meisten Schwimmer von den anderen Bahnen schon in der Wechselzone. Das machte mir aber gar nichts aus. Ich schwamm weiter und ging als drittletzte aus dem Wasser – dafür aber mit einem breiten Lächeln! Ich hatte das schlimmste hinter mir und war jetzt schon SO STOLZ! Auf dem Weg in die Wechselzone warfen mir die Helfer noch ermunternde Kommentare zu und mein Grinsen wurde noch breiter.
Der Wechsel aufs Rad ging erstaunlich flott. Barfuß und nass in die Laufschuhe (Klickpedale hatte ich noch nicht), Helm auf und zu, Brille auf, Startnummer um und los gejoggt. Auf die Strecke und aufs Rad. Glücklicherweise hatte ich meinen Fahrradcomputer genullt – wir mussten nämlich 9 Runden fahren. Und das alles mit Windschattenverbot. Man man man. Vollgas – bremsen – 180° Kurve – Vollgas – bremsen und so weiter. Das Fahrradfahren hat wirklich Spaß gemacht und ich konnte immer wieder einen Blick auf Daniii erhaschen, die als vierte aus dem Wasser gegangen war und deutlich vor mir lag. Eh ich mich versah, war die zweite Disziplin aber auch vorüber und ich machte mich auf schon auf den Weg in die Wechselzone. Der zweite Wechsel ging unglaublich schnell und schon befand ich mich auf der Laufstrecke. Das unangenehme Gefühl in Beinen und Bauch beim Laufen nach dem Radfahren werde ich wohl nie vergessen. Mein Herz klopfte wie verrückt, der Puls erreichte schwindelerregende Höhen, der Bauch tat weh und die Beine wollten sich irgendwie nicht so richtig bewegen. Aber es sollten ja nur 2 km werden, das würde ich schon schaffen. Absurd fand ich bei diesem ersten Triathlon, dass man auch beim Laufen keine Musik hören darf. Das war mir wirklich fremd. Normalerweise laufe ich immer mit Musik. Ich muss aber sagen: So schlimm fand ich es am Ende gar nicht. Während ich meine Runden auf dem Sportplatz drehte, konnte ich das ein oder andere Wort mit anderen Athleten wechseln, super! Daniii war weiterhin deutlich vor mir, aber wir konnten uns doch tatsächlich zwei mal abklatschen – ein tolles Gefühl! Es war unglaublich schön, sie zwischendurch immer wieder zu sehen. Und sie machte eine echt sportliche Figur im Trisuit, was besonders grandios ist, weil wir vorher beide Bedenken hatten, in einem hautengen Einteiler zu laufen 😉
Mal wieder verging die Zeit deutlich schneller als gedacht – die letzte Runde war gelaufen und das Ziel direkt vor meinen Augen. Die letzten Laufschritte fühlten sich erstaunlich leicht an und dann… war es geschafft! Ich riss die Hände nach oben und dachte nur eines: Ich bin Triathletin!
Daniii wartete im Ziel schon auf mich, ich holte noch mein Finisher Shirt ab und schnappte mir die ein oder andere Leckerei von der Athletenverpflegung. Es war geschafft, nicht zu fassen!

Was danach kam, war entspannt. Eine warme Dusche in den Räumlichkeiten der Schwimmhalle, das Räumen der Wechselzone. Weil das Wetter so schön war und die Stimmung so gut, blieben Daniii und ich noch vor Ort und sahen den anderen Athleten zu. Und weil es dann schon so spät war, sind wir auch gleich noch zur Siegerehrung geblieben. Und da gab es die große Überraschung: Daniii hat in unserer Altersklasse den dritten Platz geholt! Wir waren beide so überrascht, dass ich fast vergessen hätte, das Handy zu zücken und Fotos zu machen. Aber zum Glück hatte ich dann doch noch den Geistesblitz:

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Daniiii auf dem Siegertreppchen

Mit einer Zeit von 38:36 min habe ich am Ende auch noch den 5. Altersklassenplatz geholt – hier sind die detaillierten Ergebnisse. So ging für uns ein unglaublich ereignisreicher Sonntag zu Ende.

Daniii

Der 03.05.2015 sollte es sein und der Tag war gekommen. Das ganze Equipment stand in einer Tasche bereit und die Packliste dafür war gigantisch lang. Finn (aka die Black Mamba aka mein Rennrad) war bereit um mich auf der 10 km kurzen Radstrecke über den Asphalt jagen zu lassen. Doch war ich bereit? Mit einem etwas mulmigen Gefühl machte ich mich auf und traf Sarah am Wettkampfort. Ein ganz schönes Gewusel aller Altersklassen, denn bei dieser Veranstaltung gingen auch Schüler in getrennten Altersklassen nacheinander an den Start. Der Check-In unserer Räder ging reibungslos und wir suchten uns ein Plätzchen, wo wir unsere beiden nebeneinander aufstellen konnten. Hm, wo packe ich denn am Besten was hin? Helm auf den Boden oder am Lenker? Laufschuhe hinter Radschuhe? Na, dann schaue ich mir das doch mal auf der Seite gegenüber an wo die Power-Sprint Teilnehmer in ihren Triathlonanzügen ihre Wechselzone eingerichtet haben. Na, bei denen sind die Radschuhe natürlich an den Pedalen schon montiert und die Wechselzone in 2 Minuten eingerichtet. Irgendwann war ich dann auch zufrieden und wir gingen ins Bad um uns den Start der Powersprint Frauen anzuschauen.

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Badeschlappen und Glückbringer Nagelack.

Die Aufregung stieg und die ersten Einblicke, was uns erwartet machte das Ganze nicht besser. Sehr schnell wurde uns klar, das wir nicht auf Bahn 1 starten wollen, denn auf der Bahn war es voll und alle relativ gleichschnell wodurch es ziemlich hart zuging. Ohne Rücksicht auf Verluste wurde da gewendet und eine Teilnehmerin knallte auch prommt bei der 2. Rollwende in eine Andere. Es ist nichts passiert, aber sowas muss ich nicht haben. Das Ziel war: Eine erste Erfahrung und gut ankommen.

Ok, der Start rückte näher, also ab ins Wasser. Das erste mal im Trisuit, was ein komisches Gefühl. Ich habe mich für Bahn 5 entschieden und nach kurzer Unterhaltung auf der Bahn war klar, dass ich wohl alleine vorneweg schwimmen konnte. Und dann war der Start auch schon da. Kein Gerangel und freie Bahn. Auf der Nebenbahn war ein Triathlet, der etwa gleichschnell war und ich fragte mich, an welcher Stelle ich wohl aus dem Wasser kommen würde. Und dann war das Schwimmen auch schon vorbei, raus aus dem Wasser, Kappe und Schwimmbrille vom Kopf und aus dem Schwimmbad raus in die Wechselzone. Radschuhe an, Helm auf, Finn geschnappt und ab auf die Radstrecke. Die erste Runde… oh nein, ich habe vergessen den Tacho zurückzustellen, also musste ich doch Zählen. Mir gingen 1000 Dinge durch den Kopf, wann bremse ich auf der kurzen Strecke am besten ab um optimal den U-Turn machen zu können? Ist es nun die 2. oder 3. Runde? An welcher Stelle bin ich? Warum sind manch andere so schnell? Ist es nun Runde 5 oder 6? Warum muss die Strecke so kurz sein, so dass es ganz viele Antritte, kurz Speed-Strecken, abbremsen und um die Kurve fahren ist…und das 20!!!!! mal (10 Runden mit 2 U-Turns)? Wo ist Sarah, sie sollte doch auch nun auf dem Rad sein. Ok, ich glaub das war nun die 10. Runde, aber wo muss ich nun raus? Ah, da, aber …. „ABSTEIGEN“ (schreit ein Helfer), oh nein, ich knalle bestimmt hin, weil ich vor Schreck nun nicht aus den Pedalen komme… ok, doch noch so gerade eben geschafft, aber das gewinnt keinen Schönheitspreis, den ich so oder so nicht gewinne in diesen unschönen Trisuits, aber egal…. nichts anmerken lassen und rein in die Laufschuhe. Ab da heißt es „go go go“ , „keep on pushing“, alles was geht. Aber moment mal, das fühlt sich wie Pudding an und so, als ob da nicht viel geht. Egal, schnaufen, nichts anmerken lassen und rauf auf den Sportplatz. Am Ende der Runde geht es noch einen kurzen Schlenker zum Ziel und kurz davor ist der U-Turn zur nächsten Runde. Aaaaaaaah, coool, da ist Sarah, abklatschen beim Vorbeilaufen und auf zur nächsten Runde. Auf der 2. Runde wurde ich überholt und in dem Moment kommt wieder die Frage auf, wo ich denn nun stehe. Aber mehr als den Pace, den ich gerade laufe geht nicht, die Pulsuhr piept und zeigt 178 an. Na, es ist ja gleich vorbei. Auf dem Weg zum Ziel sehe ich nochmal Sarah und wir rufen uns schnell ein wenig Motivation zu und dann bin ich auch schon im Ziel. Yeeeeeeah, geschafft und nach 2 Minuten Luft schnappen ist auch schon wieder so viel Energie da um Sarah beim Zieleinlauf anzufeuern.

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Glückliche Kondiusman Finisher

Wir sind zwar noch keine Ironman-, dafür aber Kondius-Man-Finisherinnen und überglücklich. Nun wollten wir noch wissen, welche Platzierung wir hatten und hofften, dass nach der Siegerehrung die Listen aushängen. In der Zwischenzeit schauten wir uns noch die „Profis“ an, die gekonnt auf ihre Räder springen und in gefühlter Lichtgechwindigkeit die Strecke absolvieren.

Dann kam die Siegerehrung und wir standen gespannt da. Dann kam unsere Altersklasse und …. moment mal… war das gerade mein Name????…Sarah stubst micht an „Dani, ich fasse es nicht, das bist Du“. Ooooooooh kayyyy, na, dann mal ab aufs Treppchen. Was für ein Tag und die Medaille hängt seit dem Tag über Finns „Parkplatz“ in meiner Wohnung. Und es steht fest: Triathlon macht Spaß und es geht weiter…

A half marathon, starting from Block F

For this year’s sports’ season kick-off Dani and I made the (not entirely smart) move of choosing the Berlin half marathon.

The big day came more quickly than expected, of course, and followed a course of colds and smaller injuries as well as a birthday party and the switch to summer time in the night before the race. So we got up at a time that actually was 5:45 although the alarm clock showed 6:45 and made our way to Alexanderplatz.

Trying to get into Block F

Trying to get into Block F

As we had no previous great times to show, we started in the last starting block. Block F. This lovely block was so incredibly crowded that it took us a good hour to actually get close to it, nevermind the starting line. As it was rainy and cold, everybody was wearing stylish yellow bits of plastic blankets that the race organizer was giving away for free. We stood waiting in the cold for about another 45 minutes until the race officials announced that it was time for the last block to move the 1 km towards the finish line. They actually had the nerve to play the German song ‘Atemlos’ (‘breathless’) as the people of Block F made their way to the beginning of the race. And then, suddenly, it was on. Dani and I spent most of the first quarter of the race taking over tons of people – some were even walking after the very first kilometer! Nonetheless, we were right on pace, actually a little faster than expected. After kilometer 7, however, I had to tell Dani to just keep running at her pace without me, as my heart rate had leapt up to the high 180s. So we hugged each other good bye and continued on our own. As we moved closer to the half way point, I spotted my dad – I quickly gave him a hug and ran on… Only to discover him again, a few moments later and on a bike! He was actually biking alongside me for a few minutes, motivating me to run on and keep the pace. I truly have the best dad in the world!

After this beautiful encounter, there was a lot to see as I ran through the city. Samba Bands played, the crowd clapped, everything was peachy. Then came kilometer 17. This lovely milestone brought not only pain and breathlessness, but also the reassurance that clearly, I had not nearly put in enough miles in training to try and go for a sub-2-hour-finish. I pushed on for the last few kilometers and all of a sudden there it was: The finish line. After only a last few painful steps, I was done! In the end, I finished in 02:05:36 and missed my 2 hour goal – I will try again next time for sure!

Dani, on the other hand, ran a new personal best of 1:56:48, beating her previous half marathon time by an incredible 20 minutes!

Tired and really happy, we had successfully kicked off the 2015 racing season.

sd

A Historic Run

The blog is online! And we start right ahead with a historic run we did on Saturday. 25 years ago the wall which separated Berlin (east & west) „fell“ down. For 3 days the former wall was illuminated with white balloons as you can see below.

Ballons

Ballons

It was a nice run but more like a fun event than serious workout. Too many people were walking with us and we couldn’t run the whole time due to the crowd. We started at Bornholmer Straße and after about 7km did we reach the river Spree.

River Spree with balloons

River Spree with balloons

We passed another famous building, the Reichstag, several minutes later and from this point on we couldn’t think of running for about 2km. We enjoyed the atmosphere at Brandenburger Tor and headed to Potsdamer Platz. By the time we saw the next junction we were freezing and therefore decided to have a quick stop at Starbucks to refill our energy storages (no excuses for a hot Gingerbread Latte!!! :))

Reichstag with balloons

Reichstag with balloons

At the end we made several kilometers with a good speed and finished the 15k successfully. We had lots of fun, giggled a lot, enjoyed the historic scenery and had a easy workout.

Click here for more information about the fall of the wall.