Happy Swim Everybody!

Das Schwimmen ist ja bekanntlich nicht nur die beliebteste Disziplin unter uns Triathleten, sondern auch rein technisch die Leichteste – NICHT!
Ich selbst habe – wie viele Triathleten – erst für den Triathlon vor gut zwei Jahren angefangen, kraulen zu lernen und irgendwie… konnte ich bisher noch nicht so richtig Frieden mit der ersten Triathlondisziplin schließen. Zunächst einmal bin ich natürlich unfassbar langsam, und ich habe es erst letzte Saison überhaupt geschafft, die 1500 Meter für die Olympische Distanz durch zu kraulen.
Das größere Problem in letzter Zeit war allerdings die Schwimmmotivation – es ist kalt, es ist dunkel, die Schwimmhalle ist voll, das Wasser kalt… und so weiter und so fort. Außerdem hatte ich in letzter Zeit wirklich das Gefühl, dass meine Leistung stagniert, während sich alle Anderen verbessern und total wohl im Wasser fühlen (während ich mich tendenziell eher zum Schwimmen überreden muss).

Glücklicherweise gibt es aber Schwimmtrainer, die sich diesem Problem annehmen. Dirk Nanni zum Beispiel bietet “Happy Swim Weekends” in allen Variationen an. Man trifft sich in einer kleinen Gruppe und widmet ein ganzes Wochenende dem Erlernen oder Verbessern seiner Kraulschwimmtechnik. Genau das Richtige für mich!

Letztes Wochenende war es nun endlich so weit und das lang ersehnte Happy Swim Weekend stand vor der Tür. Am Freitagabend sollte die erste Einheit stattdfinden, von 19 bis 21 Uhr. In den Wochen vor dem HSW hatte ich es erfolgreich vermieden, mir nähere Gedanken dazu zu machen, wie anstrengend die ganze Sache werden könnte. Als ich dann allerdings Freitagmorgen auf der Arbeit saß, kamen erste Zweifel. “Hmmmm, fünf Schwimmeinheiten in drei Tagen sind ja doch ganz schön viel” und “Am Montag kann ich die Arme bestimmt nicht mehr heben”, ging es mir durch den Kopf. Außerdem war ich mir SICHER, dass alle Anderen mir selbstverständlich davon schwimmen würden. Mein Herz rutschte mir also schonmal ordentlich in die Hose. Als Arnikachen (die sich auch fürs HSW angemeldet hatte) dann auch noch auf I

nstagram postete, dass wir am Wochenende insgesamt 10 Stunden im Wasser sein würden, war es mit der Contenance endgültig vorbei. Hilfe! Ich war mir dann doch nicht mehr so ganz sicher, ob das alles eine gute Idee war.

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So oder so: Ich hatte das Happy Swim Weekend gebucht und ich würde natürlich auch hingehen. Als ich mich allerdings von der Arbeit auf den Weg machte, hatte ich schon ein sehr mulmiges Gefühl im Bauch.

Im Stadtbad Tiergarten angekommen, hieß es erst einmal: Dirk kennenlernen, Anika drücken und auf die anderen Mädels warten. Wir waren nur eine kleine Gruppe von fünf Schwimmerinnen, was fürs Lernen natürlich super war.

Und dann ging es los: Umziehen und in Badeanzug in T-Shirt ab ins Schwimmbad. Vorm Schwimmen standen nämlich noch kennenlernen und warm machen auf dem Plan. Glücklicherweise war auch alles ganz entspannt: Dirk ist locker und die anderen Mädels auf Anhieb sympathisch und einfach toll. Nach Mobilitätsübungen, Dehnen, Strecken und Beinschlag auf dem Trockenen hieß es dann allerdings: Duschen und ab ins Wasser. Schluck.
Aber auch hier muss ich sagen: Überraschenderweise war nicht nur alles gut, sondern die Schwimmeinheit hat sogar richtig Spaß gemacht! Und das, obwohl wir am Ende noch einen 100m Schwimmtest schwimmen sollten. Mit meinen 1:54 min musste ich mich vor den anderen Mädels glücklicherweise auch nicht verstecken, ganz im Gegenteil: Unsere Zeiten waren alle relativ nah beieinander.
Die erste von fünf Trainingseinheiten verging mit ihren 1.900 geschwommenen Metern wie im Fluge und war dann doch schneller vorbei, als ich gucken konnte.

Als am nächsten Morgen um acht der Wecker klingelte, fragte ich mich natürlich kurz, warum ich sowas mache (ausschlafen ist so schön!), aber eigentlich freute ich mich schon auf den Trainingstag.
Die beiden Trainingstage am Samstag und Sonntag begannen jeweils um 10 Uhr, dann hieß es umziehen, erwärmen, dehnen, schwimmen bis um 12 Uhr. Anschließend gab es eine kleine Mittagspause und um 14 Uhr ging es weiter mit demselben Programm: umziehen, erwärmen, dehnen und schwimmen bis 16 Uhr.
In jeder Einheit sind wir insgesamt rund 2.000 abwechslungsreiche Meter geschwommen. Am Samstag haben wir uns dabei größtenteils auf den Beinschlag konzentriert und am Sonntag war der Armzug dran. Dabei wurde es wirklich nicht langweilig: Wir haben nicht nur den Kraulbeinschlag korrigiert, sondern auch nochmal bei Brust und sogar Delfin angesetzt! Außerdem standen Schwimmkombi, Skullen, Wriggen und natürlich “spaßige” Sachen wie Indianerkraulen oder Rückwärtskraulen auf dem Programm. Und bei allem Spaß hat Dirk auch so viele unglaublich nützliche Tipps gegeben!

Am allercoolsten waren natürlich die Schwimmpausen, in denen wir Mädels erst versteckt in einer Ecke des Schwimmbads gepicknickt haben (natürlich mit Erlaubnis der Bademeister^^) und dann Dirk bei seinem Schwimmprogramm zuschauen konnten.

Picknick im Schwimmbad! Mit der allerschlimmsten Grimasse der Welt.

Picknick im Schwimmbad! Mit der allerschlimmsten Grimasse der Welt.

Ich muss sagen, dass das ganze Wochenende einfach unglaublich viel Spaß gemacht hat (ich hab selten so viel gelacht wie beim “Erlernen” des Delfinbeinschlags!) und mir rein schwimmtechnisch unglaublich viel gebracht hat. Dadurch, dass man an dem einen Wochenende einfach sehr viel Zeit im Wasser verbringt, festigen sich wirklich viele Kleinigkeiten (und auch “Großigkeiten”), die man sonst nie so richtig hingekriegt hat. Und ganz ehrlich: Wäre ich nicht zufälligerweise im März und April genau an den Happy Swim Weekends im Urlaub, hätte ich direkt zwei weitere gebucht.
Falls ihr also auch manchmal mit dem Schwimmen hadert, schaut doch einfach mal auf http://www.startschuss-berlin.de/happy-swim-weekend_fakten.php vorbei, vielleicht wäre das Happy Swim Weekend ja auch was für euch!

Geschwommen sind wir an dem ganzen Wochenende übrigens 10.000 Meter – und ich bin stolz wie Bolle 😉

10.000 Meter geschafft! Und den Sprung vom 3er auch! Juuuhuuuuu :)

10.000 Meter geschafft! Und den Sprung vom 3er auch! Juuuhuuuuu 🙂

Ein Gedanke zu “Happy Swim Everybody!

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