Sarah: Januar 2017 – es geht wieder los!

Während ich im November und Dezember nur so trainiert habe, wie es in den Weihnachtsfeier- und Feiertagkalendar gepasst hat, ging es im Januar wieder mit ordentlichem, strukturierten Training los. Mit freundlicher Unterstützung des MyGoal Teams stand der Trainingsplan für den Januar in Nullkommanichts fest und es konnte wieder losgehen.

Erstaunlicherweise habe ich es direkt am 01.01. aus Bett zu einem kurzen Nüchternlauf geschafft -und mich damit selbst überrascht! So kenne ich mich gar nicht. Allerdings: Möglicherweise hatte diese spontane Motivation auch etwas mit meinem geheimen Dasein als Buffetfräse am Vorabend zu tun. Aber wer weiß das schon so genau?

Ich habe mich jedenfalls hochmotiviert wieder ins Training gestützt. Dabei durfte ich feststellen, dass meine Ausdauer und Tempohärte in der Off-Season doch etwas gelitten hat. Da ich aber volles Vertrauen in meine Trainerin habe, mache ich mir keine Sorgen und bin mir sicher, dass beides (flott) wieder aufgebaut werden kann. Allerdings habe ich fast schon vergessen, wie hoch der Organisationsaufwand für mein geliebtes Triathlontraining ist. Ist die Garmin geladen? In welcher der drei Sporttaschen fliegt der Pulsgurt rum? Habe ich jetzt eigentlich Sportsachen auf der Arbeit? Warum stehe ich schon wieder in der Schwimmhalle und habe weder den Euro für den Spind noch meine Kontaktlinsen dabei? Und wie findet mein Freund es eigentlich, wenn ich immer erst um 21 Uhr bei ihm aufschlage und dann so einen Hunger habe, dass ich wie eine Heuschreckenplage über seinen Kühlschrank herfalle? Ihr seht, es ist ist alles nicht so einfach!

Zum ersten Mal seitdem ich Sport mache, habe ich diesen Monat einmal festgehalten, wie viel ich tatsächlich trainiert habe (das ist ja dann doch nicht immer das, was auf dem Plan stand). Hier kommt also meine kurze Auswertung:

Wie ihr sehen könnt, nahm das Laufen zeitlich den größten Teil des Januars ein, während sich Radfahren, Schwimmen und Stabilitätstraining relativ gleichmäßig auf den Rest aufgeteilt haben. Insgesamt habe ich im ersten Monat des Jahres knapp 24 Stunden trainiert, knapp 6 Stunden weniger als auf dem Plan standen. Ein paar Einheiten sind der mangelnden Organisation zum Opfer gefallen, Andere habe ich zugunsten der Regeneration bewusst ausfallen lassen. Seit meiner Zwangspause im letzten Jahr höre ich da lieber ganz genau auf meinen Körper.
Wenn ich auf den vergangen Monat zurückblicke, bin ich emotional schon wieder ein bisschen im Zwiespalt: Verglichen mit anderen Triathleten habe ich quasi überhaupt nicht trainiert, verglichen mit “normalen” Menschen exzessiv viel. Die Wahrheit liegt vermutlich dazwischen. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass alles ganz gut gelaufen ist – und damit bin ich erstmal zufrieden.

Das Schwimmen ist für mich immer noch die größte Herausforderung – körperlich und auch mental. Irgendwie schwebt das Schwimmen an Trainingstagen über mir wie das berühmte Damoklesschwert, ich habe den ganzen Tag nur so ein mittelgutes Gefühl und würde eigentlich viel lieber Laufen gehen oder ein bisschen Krafttraining machen. Wenn ich mich dann aber doch aufraffe, klappt alles ganz gut und ich bin super zufrieden mit mir. Kennt ihr das Gefühl auch? Was macht ihr da?
Im Januar bin ich übrigens auch einen Schwimmtest über 800 Meter geschwommen und mit meinen 18:30 min vorerst ganz zufrieden… aber da sollte auf jeden Fall noch Luft nach oben sein. Im Januar bin ich übrigens fast elf Kilometer geschwommen, was ich für den Auftakt gar nicht so schlecht finde.

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Ein bisschen Farbe ist im Winter für mich unverzichtbar – deswegen musste dieser Badeanzug auch ganz dringend her 😀

Radfahren kann ich diesen Winter endlich auf meiner eigenen Rolle, im eigenen Wohnzimmer, vor dem eigenen Laptop, was mir wirklich sehr viel besser gefällt als bei McFit mit schlechter Musik dauerbeschallt zu werden. Ich bin allerdings auch nicht böse, dass ich wöchentlich im Schnitt nur für 1:10 Stunde auf die Rolle muss. Dementsprechend habe ich mit 4:40 Stunden auch recht wenig Zeit auf dem Rad verbracht. Mittlerweile bin ich auch stolze Besitzerin eines Trittfrequenz- und Wattmessers und kann im Februar vielleicht auch über zurückgelegte Kilometer berichten.

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Zu Hause gibt’s zielgruppengerechte Unterhaltung ❤

Das liebe Laufen klappte am Ende des Monats schon deutlich besser als am Anfang. Direkt in der ersten Januarwoche stand ein 5-Kilometer-Testlauf auf dem Programm, den ich in 27 Minuten und 14 Sekunden absolviert habe. Das ist gar nicht mal so schnell, auch für meine Verhältnisse, war aber so unglaublich anstrengend, dass ich mich am liebsten direkt nach den 5 Kilometern hingelegt hätte. Da ich bin der Mittagspause gelaufen war, hatte ich aber noch einen halben Arbeitstag vor mir und war gänzlich geschockt, wie anstrengend die ganze Nummer war. Halleluja!
Der Laufmonat war im Übrigen von Eis, Schnee und Schlittereien geprägt, weshalb es mich ab und an aufs Laufband verschlug… und auch hier hatte ich komplett vergessen, wie anstrengend so ein Lauf mental werden kann, wenn man quasi auf der Stelle tritt. Man man man. Mein Kopf war letzte Saison auch um einiges besser trainiert. Im Januar bin ich in gut 8 Stunden etwa 76,5 Kilometer gelaufen.

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Die rote Birne gehört nach Laufbandläufen einfach dazu!

Zu guter Letzt stand dann auch noch Stabi auf dem Programm. Dort habe ich mit guten 5 Stunden etwas mehr absolviert als ich eigentlich sollte. Stabi-Einheiten lassen sich aber so wunderbar zwischendurch absolvieren und beliebig in den Alltag einbauen, deswegen machen sie mir immer mehr Spaß. Ich konnte mich auch wieder fürs Zugseiltraining begeistern und versuche so, meinen kraftlosen Puddingarmen etwas auf die Sprünge zu helfen.

Processed with Rookie Cam

Momentan einer meiner Lieblinge: Stabi in allen möglichen Varianten


Wie lief der Januar denn bei euch an? Konntet ihr alles umsetzen, was ihr euch vorgenommen hattet? Oder habt ihr, so wie ich, hier und da auf eine Einheit verzichtet?

Ein Gedanke zu “Sarah: Januar 2017 – es geht wieder los!

  1. Pingback: Sarah: Alles neu macht der… Februar | Triathlon by Accident

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