Leistungsdiagnostik: Nadelphobie und viele kleine Stiche

Mein 2. Multipowertermin in Hamburg folgte schon eine Woche nach unserem Kick-Off Treffen. Am Freitag nach Christi Himmelfahrt setzte ich mich morgens um halb acht in den Zug nach Altona, wo meine erste Leistungsdiagnostik auf mich wartete.

Und ich muss zugeben: Ich war ungefähr genau so aufgeregt wie vor einem Wettkampf – irgendwie ist es ja auch eine ähnliche Situation. Man geht an seine körperlichen Grenzen und man wird bewertet.

Als ich um 10 Uhr dann bei Staps eintrudelte, war aber erstmal alles ganz entspannt – erst Mal in Ruhe umziehen und kurz mit Marc von Staps plaudern. Wir hatten uns ja schon eine Woche zuvor kurz kennengelernt. Henning (von DundK, die Multipower unterstützen) war netterweise auch dabei. Glücklicherweise ließ meine Aufregung dank der netten Gesellschaft auch schon etwas nach.

Dann ging es auch schon los… Ich bin wirklich gar kein Fan von Nadeln und möchte eigentlich immer, wenn man mir mit einer Nadel droht, weinend nach meinem Papa rufen. Allerdings bin ich ja nun fast 30, deswegen unterdrücke ich den Impuls (neuerdings^^). Es ging also aufs Rad und da stand auch schon die erste Blutabnahme an (so funktioniert das mit der Laktatmessung nämlich – ein kleiner Stich ins Ohrläppchen, wovon dann im Laufe der Diagnostik immer wieder kleine Mengen Blut abgenommen werden). Ich musste mich kurz konzentrieren („Nicht nach Papa rufen… nicht nach Papa rufen“), allerdings war es wirklich nur ein kleiner Stich ins Ohrläppchen, der auch wirklich eigentlich wenig weh tat.

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Etwas mitgenommen sah das Ohr am Ende des Tages dann doch aus

Und dann ging es auch mal los mit der Leistung – ich musste 30 Sekunden sprinten, dann wurden wieder ein paar Tropfen Blut abgenommen. Dann gab es erstmal eine kleine Pause. Und weil wir die Leistungsdiagnostik fürs Laufen und Radfahren am selben Tag durchgeführt haben, gab es letztendlich echt viele Regenerationspausen, die ab und an durch Belastungen auf dem Rad oder dem Laufband unterbrochen wurden.

Besonders schön war die Belastung mit der Darth Vader Maske, die offenbar die Sauerstoffsättigung misst – denn natürlich hatte ich mich von meiner Trainingslagererkältung noch nicht erholt. Details erspare ich euch hier, aber ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie „lecker“ es ist, wenn man mit Maske läuft und sich die Nase nicht putzen kann. Hilfe. Der arme Marc von Staps, der das am Ende alles sauber machen durfte.

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Laufband des Schreckens

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Fahrradergo des Schreckens

Insgesamt verging die Zeit wirklich wie im Flug und es war auch nicht so unfassbar schlimm und anstrengend, wie ich es mir vorgestellt habe. Klar, man läuft an seine Belastungsgrenze, aber wenn man die erreicht hat, hört man glücklicherweise auch flott wieder auf. Und das ist dann vermutlich auch der Unterschied zum Wettkampf, wo ich persönlich ja meist schon nach der Hälfte der Strecke gern ein Sauerstoffzelt hätte 😉
Als alle Messungen gemacht waren, ging es für mich erstmal unter die wohlverdiente Dusche, während Marc die Auswertung vorbereitete. Genau damit ging es dann auch weiter – etwa eine Stunde lang hat er mir erklärt, welche Werte ich erzielt hatte und was das genau fürs Training heißt.
Alles in Allem war das ein wirklich cooles, sehr spannendes Erlebnis mit vielen Erkenntnissen. Ein paar Daten und Fakten von meiner Leistungsdiagnostik habe ich euch hier zusammengestellt. Sie dienten Manu Dierkes übrigens als Basis zum Aufstellen des individuellen Trainingsplans im Rahmen unseres Multipower Erlebnisses.
Habt ihr schonmal eine Leistungsdiagnostik gemacht? Was sind eure Erfahrungen?

Leistungsdiagnostik – Daten und Fakten:
Körperfettanteil: 18,6 % (weniger als ich gedacht hätte!)
Laufen
  • maximale Sauerstoffaufnahme – VO2max: 52,0 (ausbaufähig)
  • maximale Laktatbildungsrate – VLamax: 0,3 (gut!)
  • Meine Laufökonomie (der Sauerstoffbedarf bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten) scheint stark ausbaufähig zu sein
  • Wir haben auch meine Pulstrainingsbereiche fest gelegt und ich habe festgestellt, dass sie viel höher liegen als ich ursprünglich dachte.
Radfahren
  • maximale Sauerstoffaufnahme – VO2max: 47,8 (ausbaufähig)
  • maximale Laktatbildungsrate – VLamax: 0,43 (gut)
  • Auch auf dem Rad liegen meine Herzfrequenzbereiche höher als erwartet.

Im nächsten Blogeintrag zum Multipower Tri-Team geht’s dann endlich ans erste Teamtraining mitsamt einer Lauf- und Schwimmeinheit!

2 Gedanken zu “Leistungsdiagnostik: Nadelphobie und viele kleine Stiche

  1. Pingback: Multipower Tri-Team – Du bist dabei! | Triathlon by Accident

  2. Hi,
    Ich mache immer zwei Leistungstest im Jahr, nicht mit Maske, sondern mit einem Mundstück, dass ist genauso wie mit Maske und auch die Daten sind zuverlässig.
    Damit baue ich auch mein Trainingsplan auf.
    damit kann man auf der Radrolle fahren,oder Laufband, mein Techniker ist der Roman, der macht es sehr gut.
    Gruss Marcus

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